Über Mich

Geschrieben von Sebastian am 28. Juli 2008

Es geschah in einer wunderschönen Nacht im Mai… (am 6. 5. 1978 – für alle, die mir vielleicht mal zum Geburtstag gratulieren möchten) Ich erblickte das Licht der Welt (man kann’s unten auf dem Foto erkennen…frisch geschlüpft).

Tja, die Resultate dieser Nacht waren:

  • Mein Vater wurde aus dem Kino geholt (er verpasste 2001 – Odyssee im Weltraum) und das vor dem Zeitalter der Pager und Handys
  • Meine Mutter war sehr sehr erleichtert, denn
  • 1. Konnte sie mich endlich in die Arme schließen und
  • 2. Habt ihr schonmal versucht etwas von der Größe einer Melone durch’n Stück Gartenschlauch zu schieben?
  • Mein erster Gedanke: “Boah, ist das kalt hier draußen! Steckt mich lieber wieder da rein…”

Nun folgten einige rumreiche und einige weniger ruhmreiche Jahre…

  • Meine unbeschwerte Kindheit
  • Mein beschwertes Teenagertum
  • Meine verständnisvolle Zwanziger-Zeit
  • Und seit kurzem darf ich auf Ü30 Partys gehen

Nachdem ich die Schule verlassen hatte, beschloß ich erstmal etwas Geld zu verdienen (naja, eigentlich beschloss dies mein Vater)

Man jobbte halt so vor sich hin… 3 Jahre als Barkeeper, im Einzelhandel bei Nanunana, im Großhandel bei Interbuy uvm.

Schon bald meldete sich der liebe Vater Staat und zog mich ein… Panzergrenadier – wie sollte es auch anders sein… 12 Monate gingen ins Land und ich verließ den Bund wieder… Schon wieder beschloß ich Geld zu verdienen (diesmal allerdings freiwillig und richtig) ich übernahm einen Posten als SAP R/3 Profi bei Vergölst in Hannover.

Viele Freunde bemerkten, daß das Geld, das ich nun verdiente, mich veränderte… Mein bester Kumpel sah mich mal völlig verstört an, als er zu mir sagte: “Sebi, mir ist langweilig…” und ich erwiederte: “Mir auch! Lass uns in die Stadt fahren und einkaufen…” und schwubs war ich um einen Videorekorder reicher… Diese Liebe zu Elektrogeräten und Computern verstärkte sich dann immer mehr… einige meiner Freundinnen hatten ganz schön daran zu knabbern… Zitat nachdem ich mit einer Karstadttüte von der Arbeit kam: “Wenn das ein technisches Ding ist, dann gibt’s heute keinen Sex…” Gut, daß ich einen CD-Brenner gekauft hatte… *mist* Oder anderes Zitat nach einem schweifenden Blick durch den Raum: “Moment… der Verstärker und der DVD-Player waren gestern doch noch nicht da, oder???”

Dann am 1. 8. 1999 war es so weit, die Stadt dachte sich “DEN können wir brauchen!” und stellte mich als Azubi zum Verwaltungsfachangestellten ein… richtig, ein Verwaltungsmuckel oder Bürohengst Anschließend sorgte im Stadtplanungsamt Hannover dafür, daß bei den ganzen Kollegen alles glatt läuft, bin also für die interne Organisation zuständig, mehr darüber findet Ihr aber unter mein Job im Menü.

Verwaltung… Das muß aber nicht heißen, daß ich langweilig bin…. ganz im Gegenteil!

Im Jahre 2004 passierte es dann! Mein Chef verlegte mich in die EDV-Administration. Zwar stellte der Job des Netzwerk- und Systemadministrators eine Stelle des gehobenen Dienstes dar, dennoch war es möglich, dass ein Verwaltungsfachangestellter diese bekleidet. Die Voraussetzung ist, dass er über besondere Kenntnisse verfügt und die Befähigung nachholt. Nun, die besonderen Kenntnisse waren teilweise vorhanden (23 Jahre Computererfahrung) und den Rest holte ich flugs nach.Ich besuchte einen NT-Server-Administrator-Crashkurs. Nach einer Woche besaß ich also alle nötigen Kenntnisse… Später kam noch ein Windows 2000 Server Update hinzu und alles war gut. Alles? Naja, fast alles, denn es fehlte ja noch die nachzuholende Befähigung.

Ich wurde quasi beim Stellenwechsel für den Angestelltenlehrgang II eingeschrieben und dieser ging dann auch Mitte 2005 los. Hach, Student sein ist sooo schön… Wie dem auch sei, acht Monate später bestand ich dann auch noch diese Prüfungen und durfte mich ab dann Verwaltungsfachwirt nennen. Die Beförderung in den gehobenen, nichttechnischen Verwaltungsdienst folgte dann etwas später. Beförderungen sind was feines… Man sitzt auf dem Tisch des Chefs, während man von den Kollegen was vorgesungen bekommt. Wäre da nur nicht der Inspektorentrunk, der aus allem besteht, was noch so in den Schränken steht…

Eigentlich ist alles Prima. Nein, Moment… Da fehlt noch was… Erfolg im Job *grübel* Achja, Familie gründen und so! Wie gut, dass ich gerade mitten in einer Beziehung steckte und dass meine Freundin MICH am 28.12.2005 gefragt hat, ob ich sie heiraten möchte (vor versammelter Mannschaft und Freundeskreis und im Hintergrund lief Rammstein – Heirate mich!). Was blieb mir übrig, als Ja! zu sagen? So geschah es dann am 14. Juli 2006, dass ich meine Michaela ehelichte und sie zu einem Schäfer wurde. Anschließend wurde rasch die Domain www.Michaela-Schaefer.de gesichert ;)

Zurück im Büroalltag merkte ich dann recht schnell, dass die Arbeit als SysAdmin doch leicht eintönig ist und man Gefahr läuft, ein Fachidiot zu werden, wenn man sich nicht noch nebenher in den Verwaltungsrechtsfächern fit hält. Da passte es gut, dass mein Chef auf mich zu kam und mich fragte, ob ich nicht Interesse hätte am Studieninstitut für kommunale Verwaltung Hannover als Dozent für kommunale Finanzwirtschaft anzufangen. Oh, mann! 7 Monate nach meinem Abschluss am NSI, soll ich einen auf Dozent machen? Eine Woche habe ich mir das durch den Kopf gehen lassen und bin zu dem Schluss gekommen, dass ich das schaffen kann. Nunja, das Reden vor vielen Menschen ist nicht das Problem. Die Materie war das Problem. Egal, eine Herausforderung! Also rasch zugesagt und Augen zu und durch. Und stellt Euch vor, es macht Spass! Nunja, meine Frau fand es nicht so lustig, dass ich mir auf unserem Gran Canaria Urlaub, zwei Wochen lang “Die neue kommunale Finanzwirtschaft” reingezogen habe, aber egal. Was sein muss, muss sein!

Die ersten beiden Kurse habe ich bereits gut durch die Prüfungen gebracht. Nach dem Motto wie NSI mir, so ich NSI *grins*

Tja, bis jetzt war es das, aber mein Leben geht weiter!