Technische Spielereien

Geschrieben von Sebastian am 28. Juli 2008

Es ist nicht nur ein Hobby, sondern ein Teil meines Lebens, daher möchte ich an dieser Stelle ein wenig Technik vorstellen, die mich beschäftigt hat oder beschäftigt.

Mein Vater erkannte bereits sehr früh, was die Computer und all die anderen technischen Spielereien für das zukünftige (also das heutige) Leben bedeutet. Er begann also sich damit zu beschäftigen und stellte fest, dass das ganze auch noch Spaß machen kann. Doch wie bekommt man ein Kind frühzeitig an die doch recht komplizierte Materie heran geführt? Richtig, mit Spielen! Also beschloss er kurzerhand ein Telespiel anzuschaffen. In den frühen 80er Jahren hatten die Telespiele schon Ihren Höhepunkt überschritten und waren bereits auf dem absteigenden Beliebtheitsast, als wir ein “Sanwa Color Video Game” bekamen. Jeder kennt Pong, genau das war es: Pong und nichts anderes.

Relativ schnell wurde dabei jedoch klar, dass Pong doch nur eine recht kurzweilige Unterhaltung bot und wenn man es genau nimmt unkreativ ist. Genau diese Einstellung brachte mein Vater auch allen nachfolgenden Spielekonsolen gegenüber, daher war meine Jugend sehr Homecomputer-lastig und die Spielekonsolen folgten erst wesentlich später. Bereits kurz nach dem Pong schaffte mein Vater den ersten Homecomputer an. Ein Sinclair ZX81in Einzelteilen. Früher war das allerdings etwas anders als heute, denn Einzelteile bedeuteten in diesem Falle einen Sack voll Widerstände, Kondensatoren und ICs, sowie eine Platine und ein Gehäuse. Das Zusammenlöten oblag dem Käufer. Gut, dass mein Vater gelernter Feinelektroniker war, denn für ihn war das ein Klacks. So begann für mich der Einstieg in die Welt der Homecomputer.

Nach dem ZX81, der nur über begrenzte Ressourcen verfügte, folgten weitere Homecomputer an denen ich das Programmieren lernte. Zunächst der Commodore 610, dann ein C16 und schließlich ein Amiga 500, der irgendwann den Geist aufgab und durch einen weiteren Amiga 500 ersetzt wurde. Erstaunlicherweise hielt dieser Rechner ziehmlich lange. Noch weit nach der Zeit, als der Amiga eigentlich schon tot sein sollte, kaufte ich Erweiterungen und hielt an diesem Computer fest.

Mein bester Kumpel Henner hatte sich zwischenzeitlich schon einen PC von einer Firmenauflösung organisiert, während ich immer noch am Amiga rumtackerte. Irgendwann war der Zeitpunkt dann aber gekommen, den Amiga loszulassen (auch wenn’s schwer fiel) und auch auf die IBM-kompatible Plattform umzuschwenken. Zu diesem Zeitpunkt spriesten die kleinen Computerkrauter in Hannover nur so aus dem Boden, so dass ich meinen PC selber zusammenstellen konnte. Was heute völlig üblich ist, war damals noch verpöhnt, aber das machte nix. Ich wälste also Litheratur, um die richtige Kombination herauszufinden, letztlich überzeugte mich aber der Preis und ich kaufte mir keinen Pentium, sondern einen 486er. Genauer den größten 486er, den es geben sollte. Den AMD 486 DX4 mit 133MHz, der etwa Vergleichbar mit einem Pentium mit 75MHz war. Dieser PC brachte mich dann dazu, dass ich mich in Informatik in der Schule langweilte, sorgte aber für die nötigen Spiele, um den Unterricht zu überstehen. Der Aufrüstwahn war gebohren

Nun begann der Wettlauf gegen die Zeit, denn der Zahn der Zeit zehrte immer wieder an den PCs. Die Halbwertszeit eines PCs in meinem Besitz lag bei etwa 2 Jahren, wobei hier und da zwischenzeitlich mit einer Grafikkarte oder weiterem Speicher oder auch dem einen oder anderen Prozessortausch nachgeholfen wurde. Mittlerweile bin ich aber zur günstigsten Methode übergegangen, denn entweder kauft man sich alle 3 Jahre einen PC für etwa 1200 € oder man legt sich einen PC (Mittlerweile gerade durch die Donzententätigkeit eher Note- bzw. Netbooks wie der Asus Eee-PC) für 400 € zum arbeiten zu und investiert den Rest in eine aktuelle Spielekonsole. Die Spielekonsolen zogen bei mir dann mit der Playstation 1 ein und sind seit dem nicht mehr wegzudenken. Sicher, früher hatte ich einen Gameboy und lieh mir hier und da mal eine Konsole von einem Kumpel, aber die Abneigung meines Vaters gegenüber diesen “Dingern”, machte es eben erst ab 18 möglich, dass ich etwas derartiges besaß. Mehr dazu unter PCs und Laptops…

Konsolentechnisch bin ich bei Sony geblieben. Anfänglich mit Nintendo und Sega aufgewachsen (Dreamcast neee und für N64 und Gamecube zu alt), wendete ich mich dem Wunderwerk von Sony zu und bin der Firma seit dem Treu geblieben. Zwar lag immer ein Gameboy inklusive Tetris auf meinem Klo und ich hatte auch einen kurzen Ausflug auf einer gewonnenen XBox (die aber schnell wieder verkauft wurde), aber unter meiner Heimkino-Anlage stand und steht immer eine Playstation. Nintendo wurde erst mit der Wii wieder interessant für mich, wobei immer noch die Playstation 3 die erste Wahl für mich darstellt, da ich ein ebenso großer Filmfreak bin und BluRay einfach her musste, nachdem wir uns einen FullHD-Fernseher zugelegt hatten. Mehr dazu unter neue und alte Konsolen…

Ähnliche Entwicklungen fanden bei mir auch im Bereich der mobilen Kombination statt. 1996 war für mich der Zeitpunkt, an dem die Mobilfunkverträge in einen erträglichen Bereich kamen. Also fix in den E-Plusshop und einen Vertrag abgeschlossen. Für einen Pfennig gab es damals das Motorola Surf mit dazu. Das gute Stück hatte 18 Stunden Standby, frass die großen Telefonkarten und kannte sowas wie SMS nicht. Nur Telefonieren, sonst nix. Ein Jahr später war das dann zu wenig und ich legte mir ein gebrauchtes Nokia PT-11 zu. Riesen Klotz, aber SMS! Ein weiteres Jahr später kam ein Siemens S10 aus der Vertragsverlängerung hinzu. Das ging dann weiter, nachdem ich zu T-Mobile gewechselt hatte, bis ich meinen ersten PDA bekam. Es dauerte nicht lange und drei Handys (Motorola V3690, Siemens C35, Siemens S45) später kam das erste Smartphone (Handy mit Organizerfunktionen und vollwertigem Betrieb- / Dateisystem) Nokia 3650 – ja den Klopper. Irgendwie überzeugte das Konzept nicht, also musste ein PDA mit Telefonfunktion her. Der erste MDA wurde bestellt. Nach dem MDA kam der MDA Vario, der durch mein Diensthandy Nokia N73 ersetzt wurde. Da ich mich aber an PDAs mit Telefonfunktion gewöhnt hatte, musste sowas auch dienstlich her, so kam ich zu meinem derzeitigen Asus P535, das bis auf fehlendes UMTS perfekt auf meine Bedürfnisse passt. Mehr dazu unter Handys und Organizer…